Zu der Ankündigung der Stadt Braunschweig, dass der Geschäftsführer des Klinikums, Dr. Andreas Goepfert, das Klinikum zum Ende des Kalenderjahres verlässt, erklärt der Braunschweiger CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Müller:
„Der personelle Wechsel in der Geschäftsführung im Städtischen Klinikum Braunschweig ist lange überfällig, kommt deutlich zu spät und muss sofort erfolgen, nicht erst zum Jahresende. Schon vor der Berufung des Geschäftsführers Dr. Goepfert wurden Warnungen ignoriert und der Scherbenhaufen an seiner vormaligen Wirkungsstätte im Klinikum Ansbach ausgeblendet. Dieses Szenario hat sich leider in Braunschweig wiederholt. In den vergangenen Jahren hat sich herausgestellt, wie berechtigt diese Kritik von Anbeginn war. Abenteuerlich mutet vor diesem Hintergrund die zwischenzeitlich von der SPD-geführten Stadtverwaltung vorgenommene vorzeitige Vertragsverlängerung an. Aus einem wirtschaftlich geführten Klinikum hat der scheidende Geschäftsführer in einem nicht einfachen Umfeld einen Sanierungsfall gemacht. Er hinterlässt dem Klinikum einen abenteuerlichen Schuldenberg. Die gute und engagierte Arbeit des medizinischen und Pflegepersonals wird durch die enorme Verschuldung massiv erschwert und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden verunsichert.
Die Verantwortung für die desolate finanzielle Lage trägt jedoch nicht nur der gehende Geschäftsführer des Klinikums allein. Die Trennung kann nur der Auftakt für eine transparente Aufarbeitung der Maßnahmen aller Entscheidungsträger und Verantwortlichen im Klinikum sowie im Rathaus sein. Bereits die seinerzeit dramatisch gescheiterte Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Göttingen hat die Spitze der Stadtverwaltung zusammen mit dem Geschäftsführer des Klinikums zu verantworten.
Das heutige finanzielle Desaster ist eine schwere Bürde für die Zukunft des Klinikums, für die Beschäftigten und auch für alle Menschen der Region. Wir brauchen einen glasklaren Neuanfang für das Städtische Klinikum, das den Klinikstandort Braunschweig langfristig sichert und den Bürgerinnen und Bürgern ein bestmöglich arbeitendes Klinikum auf einem gesicherten und wirtschaftlichen stabilen Fundament bietet. An der kommunalen Trägerschaft des Städtischen Klinikums darf nicht gerüttelt werden! Enorme Sanierungsmaßnahmen in einem herausfordernden Umfeld muss die neue Geschäftsführung meistern. Als Braunschweiger CDU-Bundestagsabgeordneter werde ich gemeinsam mit dem CDU-geführten Bundesgesundheitsministerium diesen Neuanfang bestmöglich unterstützen.“